Seit Anfang 2008 können Privatpersonen auch in Deutschland über die amerikanische Firma 23andMe einen Gentest durchführen lassen. Für 399 US Dollar (zzgl. 65 US Dollar Shipping) bekommt man eine Analyse der Gene inkl. eines Vergleiches mit verschiedenen Referenzgruppen. Allerdings muss man dazu sagen, dass bei vielen Ausprägungen die Referenzgruppen nicht “Europaer” sind, sondern oftmals Asisaten, die z.T. ganz andere Ausprägungen vorweisen. Das übrigens durch Google finanzierte Unternehmen möchte Menschen damit die Möglichkeit geben, anhand der eigenen Gene mehr über die genetische Veranlagung sowie die eigene Herkunft zu erfahren.
Wie läuft der Gentest ab?
Nach Bezahlung der insgesamt 464 US Dollar (ca. 330 Euro) erhalten die Kunden einen Wattetupfer samt einem mit einem Barcode markierten Röhrchen. Mit dem Wattetupfer muss der Interessent eine Speichelprobe nehmen, die dann an 23andMe bzw. eines von 23andMe beauftragtes Partnerlabor geschickt wird. In dem Labor wird die DNA extrahiert, wobei anscheinend rund 550.000 so genannte SNPs erfasst werden. Sobald die Analyse fertig ist, erhalten die Kunden Log-In- Informationen für eine Website, um online auf die Auswertung zugreifen zu können. Lt. 23andMe liegen die Daten in verschlüsselter Form vor und sind damit “sicher” vor der Zugang unbefugter Dritter. Witzigerweise ist die gesamte Website von 23andMe verschlüsselt (sogar im Google Index ist ein https bei der Sitewide Search) – das haben meiner Informationen nach nicht mal Banken
. Die entscheidene Frage ist allerdings, was man mit den durch den Gentest gewonnen Informationen macht, wenn die Referenzgruppen nicht klar definiert sind. Manchmal reicht eventuell auch der altbekannte Blutgruppentest.