Home » Allgemeines » Gentests in der Krebsforschung

Gentests in der Krebsforschung

Krebs – kaum eine andere Krankheit verbreitet so viel Angst und Schrecken und ist so wenig einschätzbar wie Krebs. Nach den Herz- und Kreislauferkrankungen ist Krebs die häufigste Todesursache weltweit. Die Forschung macht es in der heutigen Zeit zwar schon möglich, einige Krebsarten zu heilen, aber nach Ansicht vieler Wissenschaftler steht die Krebsforschung immer noch am Anfang. Die heimtückische Krankheit kann jeden Menschen befallen, ganz gleich welchen Geschlechts und Alters. Die Genforschung ist eine Möglichkeit, die Krankheit zu erforschen und vielleicht sogar eines Tages ganz zu stoppen.

Ein sehr großes Problem bei der Erforschung von Krebs war bisher das Wachstum von Tumoren zu stoppen. Gelingt das mit Hilfe von Medikamenten, dann wäre ein weiterer wichtiger Schritt in der Krebsforschung getan. Möglich wird das vielleicht mit der Erforschung der menschlichen Gene. Mit Hilfe von Genanalysen können Mediziner mittlerweile herauszufinden, welche Mutationen, also Veränderungen und Wachstum für Krebstumore typisch sind und welche Medikamente das Wachstum effektiv und auch auf Dauer stoppen können.

Einsatz in der Krebsforschung

Vor rund zwei Jahren gelang es Wissenschaftlern zum ersten Mal, das Gen einer Krebszelle genauer zu untersuchen. Diese Krebszelle hatte bereits Mutationen in sich, die mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die entscheidende Wucherung in den einzelnen Zellen ausgelöst hat. Im Rahmen der „Personal Genomes Conference“ in Cold Spring Harbor, im US-Bundesstaat New York, haben Wissenschaftler jetzt Studien vorgestellt, die eindeutig beweisen, wie aus solchen Krebs-Genen sehr individuelle und auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Krebsbehandlungen durchgeführt werden können. Richard Wilson, ein bekannter Genetiker, der an der Washington University School of Medicine forscht und lehrt und der auch die Studien leitete, ist der Meinung, dass es schon jetzt an der Zeit ist, die so genannten „Voll-Gen Sequenzierung als Werkzeug der Diagnose“ mit ein zu beziehen. Nur so kann man auch ungewöhnliche Krebsarten erkennen, verstehen, erforschen und letztendlich auch heilen.

Es ist bekannt, wie Krebs entsteht: durch die Mutationen von gesunden Zellen, die sich Krebszellen verwandeln. Bei der genetischen Veränderung spielt jedoch das Verhalten der Tumorzellen auf unterschiedliche Medikamente eine große Rolle. Mit speziellen Verfahren kann die Wissenschaft diese Mutationen heute genauer unter die Lupe nehmen und in kurzer Zeit die drei Milliarden Basenpaare der menschlichen DANN, in gesunde und in Krebszellen unterscheiden.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>